Beides lässt sich über die Datei /etc/apache2/sites-available/000-default.conf erledigen. Die nötigen Anpassungen siehst du zum einen oben im Video, zum anderen, kannst du sie im folgenden Text nachlesen.
So teilst du Apache mit, welches Verzeichnis für deine Domain angezeigt werden soll
Damit Apache weis, welches Verzeichnis angezeigt werden soll, sobald eine bestimmte Domain aufgerufen wird, gibt es die Direktive DocumentRoot. Dahinter geben wir das Verzeichnis an, in dem sich unsere index.php oder auch eine index.html befindet. Im Fall von Drupal CMS ist dass /var/www/cms/web
Dementsprechend müssen wir den Wert, der in der Standardkonfiguration von Apache /var/www/html lautet in /var/www/cms/web abändern und die Datei mit Strg+O abspeichern. anschließend müssen wir noch dafür Sorgen, dass Apache Lesbare URLs ausgibt.
Was sind lesbare URLs?
Standardmäßig verwendet und generiert Drupal URLs für die Seiten Ihrer Website, die wie „http://www.beispiel.de/?q=node/1234“ aussehen. Bei sogenannten sauberen URLs würde dies ohne das „?q=“ als „http://www.beispiel.com/node/1234“ angezeigt werden.
Die Art der URLs mit „?q=“ ist für Menschen schwer zu lesen und sogar dazu führen, dass einige Suchmaschinen nicht alle Seiten Ihrer Website indizieren. Untersuchungen haben ergeben, dass dies für die großen Suchmaschinen nicht mehr so ein großes Problem darstellt wie früher. Dennoch sollte man die Empfehlung in den Google Webmaster-Richtlinien beachten, in denen es heißt:
Wenn Sie sich für dynamische Seiten entscheiden (d. h. die URL enthält ein „?“), sollten Sie wissen, dass nicht jeder Suchmaschinen-Spider dynamische Seiten genauso gut wie statische Seiten crawlt. Es ist hilfreich, die Parameter kurz zu halten und ihre Anzahl gering zu halten.
Lesbare URLs sind also URLs in denen keine unnötegen Abfrageparameter oder Sonderzeichen stehen und die vom einem Menschen beim Querlesen möglichst schnell erfasst werden können. Damit der Webserver diese Art URLs ausgeben kann, muss er in der Datei /etc/apache2/000-default.conf die Anweisung dazu enthalten, dass er zur Umformatierung der URLs die Datei .htaccess heranziehen darf. Diese wird mit Drupal mitgeliefert und enthält bereits die korrekten Anweisungen zur Umschreibung der ausgegebene URLs der Website.
Damit Apache diese Datei auslesen und die darin enthalten Regeln anwenden darf, ergänzen wir die Datei mit folgenden Anweisungen:
Die gesamte Datei sieht am ende dann in etwa so aus:
<VirtualHost *:80>
# Die ServerName-Anweisung legt das Anfrageschema, den Hostnamen und den Port fest, die
# der Server verwendet, um sich zu identifizieren. Dies wird beim Erstellen von
# Weiterleitungs-URLs verwendet. Im Kontext virtueller Hosts ist der ServerName
# gibt an, welcher Hostname im Host: Header der Anfrage erscheinen muss, um
# mit diesem virtuellen Host übereinzustimmen. Für den Standard-virtuellen Host (diese Datei)
# ist dieser Wert nicht entscheidend, da er unabhängig davon als letzter
# Ausweg-Host verwendet wird.
ServerAdmin webmaster@localhost
DocumentRoot /var/www/cms/web
<Directory /var/www/>
Options Indexes FollowSymLinks
AllowOverride All
Require all granted
</Directory>
# Available loglevels: trace8, ..., trace1, debug, info, notice, warn,
# error, crit, alert, emerg.
# Es ist auch möglich, die Protokollierungsstufe für bestimmte
# Module zu konfigurieren, z. B.
#LogLevel info ssl:warn
ErrorLog ${APACHE_LOG_DIR}/error.log
CustomLog ${APACHE_LOG_DIR}/access.log combined
# Für die meisten Konfigurationsdateien aus conf-available/, die
# auf globaler Ebene aktiviert oder deaktiviert werden, ist es möglich,
# eine Zeile für nur einen bestimmten virtuellen Host einzufügen. Zum Beispiel
# aktiviert die folgende Zeile die CGI-Konfiguration für diesen Host nur,
# nachdem sie mit „a2disconf“ global deaktiviert wurde.
#Include conf-available/serve-cgi-bin.conf
</VirtualHost>
Sind diese Änderungen vorgenommen, speichern wir die Datei mit STRG+= ab und verlassen den Editor Nano mit STRG+X.
Nun müssen wir den Web-Server Apache noch wissen lassen, dass wir seine Konfiguration geändert haben. Dazu geben wir folgenden Befehl ein:
Hat alles geklappt, können wir über http://localhost nun unsere Website aufrufen und mit der Installation im Browser beginnen. Genaueres zur Installation erfährst du im nächsten Teil dieser Reihe. Lies weiter in: Drupal installieren.